Seelze – Seelze, Langenhagen und Garbsen ziehen positive Bilanz zum Projekt „Hola Kita!“. 5 spanische Teilnehmerinnen haben in Seelze während Anerkennungsjahr in Kitas gearbeitet.
Positive Bilanz nach erstem Jahrgang des Projekt „Hola Kita!“
Nach dem erfolgreichen Abschluss von neun Fachkräften aus Spanien fällt die Bilanz des Projekts „Hola Kita!“ positiv aus. Beteiligte Städte und die Region sowie der Caritasverband Hannover e. V. ziehen eine erfreuliche Zwischenbilanz. Fünf der Teilnehmenden absolvierten ihr Anerkennungsjahr in Kindertagesstätten in Seelze und haben dort den Alltag spürbar bereichert.
Was Verantwortliche sagen
„‚Hola Kita!‘ hat uns auch in Seelze eindrucksvoll gezeigt, was möglich ist, wenn engagierte Partnerinnen und Partner, motivierte Kita-Fachkräfte und mutige junge Menschen gemeinsam ein Ziel verfolgen“, betonte Silvia Voltmer, Dezernentin für Bildung und Soziales der Stadt Seelze. „Für alle Beteiligten in und rund um unsere Kitas war dieses Projekt fachlich wie menschlich ein echter Gewinn“, hob sie hervor. „Die Absolventinnen haben neue Perspektiven eingebracht, Fragen gestellt und Impulse gesetzt – und unsere Kita-Teams haben sie dabei mit Offenheit, Geduld und großem Engagement begleitet. Dieses gegenseitige Lernen auf Augenhöhe ist einer der größten Werte des Projekts.“
Erfahrungen aus dem Kita-Alltag
Aroa García Bermudo, die ihre Zeit in der städtischen Kita Im Brande in Velber verbrachte, schilderte deutliche Unterschiede zur Arbeit in Spanien: „In Spanien war ich allein für 25 Kinder verantwortlich, hier waren es plötzlich nur zehn Kinder und drei Erwachsene“, erläuterte sie. In Spanien habe zudem die Anleitung viel stärker im Mittelpunkt gestanden, während die Kinder in Deutschland viel selbstständiger entdecken, lernen und auch freier spielen dürften. Nach ihrem Abschluss möchte Aroa gern in der Region bleiben: „Hannover ist perfekt – eine Großstadt mit allen Vorteilen, aber nicht so vielen Touristen wie in meiner Heimat Valencia.“
Kooperationen und Unterstützung
„Es gibt eine große Tradition der Zuwanderung von Spanierinnen und Spaniern in der Region Hannover“, verdeutlichte Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover. „‚Hola Kita!‘ knüpft genau daran an.“ Durch die Zusammenarbeit zwischen der Region, dem Caritasverband, den Berufsbildenden Schulen sowie den beteiligten Kommunen und Kitas sei den Fachkräften aus Spanien ein möglichst reibungsloser Einstieg in die deutsche Praxis ermöglicht worden. Ein besonderer Dank galt den Gastfamilien, die den Teilnehmenden in den ersten Monaten ein zweites Zuhause gegeben und die Integration im Alltag unterstützt haben.
Ausblick auf den zweiten Jahrgang
Das Projekt startet jetzt mit einem zweiten Jahrgang, zu dem 15 Fachkräfte aus Spanien gehören – erstmals auch zwei Männer. Beteiligte Kommunen sind diesmal Garbsen, Laatzen und Isernhagen. „Wir würden uns freuen, bei der nächsten Auflage des Projekts wieder teilnehmen zu können“, sagte Silvia Voltmer.














