An der Uferstraße gilt ein vorübergehendes Halteverbot

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Seelze – Fachkräfte eines beauftragtes Betriebes werden die Brückenteile, die im Mai bei dem tragischen Unfall beim Bau der neuen Geh- und Radwegbrücke über der Leine beschädigt worden sind, in den nächsten Tagen abholen. Dafür sind mehrere Schwerlasttransporte geplant. An der Uferstraße gilt daher von Mittwoch, 7. Juli, bis Freitag, 9. Juli, ein beidseitiges Halteverbot.

Bei der Montage der neuen Stahlbrücke als Ersatz für die bisherige Holzbrücke war am 18. Mai ein sechs Tonnen schweres Bauteil umgestürzt und hatte einen Montagekorb getroffen. Ein darin befindlicher 22-jähriger Bauarbeiter war dabei ums Leben gekommen. Ein weiterer Bauarbeiter war bei dem Unfall verletzt worden.

Die nun mit dem Abtransport der beschädigten Teile beauftragte Firma hatte zunächst die Zustimmung des Gewerbeaufsichtsamtes zu ihrem Demontagekonzept für die Bergung abwarten müssen. Dies teilte die für den Brückenbau zuständige Stadt Hannover mit. Nach dem nun genehmigten Abtransport sollen die Schäden an den verschiedenen Brückenteilen abschließend von einem Sachverständigen bewertet werden. Daraus ergibt sich, ob die Brückenteile, unter anderem ein Pylon und die Fahrbahnplatte, repariert werden können oder gänzlich neu hergestellt werden müssen.

Erst nach einer umfassenden Reparatur oder nach der möglicherweise erforderlichen Herstellung neuer Bauteile kann die Montage der Brücke erfolgen. Daher ist auch weiterhin offen, wann die neue Brücke mit einer nutzbaren Breite von 2,5 Metern zwischen den Geländern fertiggestellt werden kann. Die Stadt Hannover geht nach aktuellem Stand davon aus, dass es bis zu einer Eröffnung noch mindestens vier Monate dauern wird. Dafür und für die bevorstehenden Verkehrsbehinderungen während des Abtransports der beschädigten Teile bitten die Stadt Seelze und die Stadt Hannover, auf deren Stadtgebiet sich die geplante Geh- und Radwegbrücke jeweils zur Hälfte befindet, um Verständnis.

SCN/cu