
Seelze – Neuer Aufzug an der Heimstättenbrücke läuft wieder: Technik komplett erneuert, 94.000 Euro investiert – Rampe folgt.
Aufzug läuft wieder – wichtige Verbindung zurück
Barrierefrei wieder erreichbar: Der neue Aufzug an der Heimstättenbrücke ist in Betrieb. Nach Abschluss der Sanierung steht die modernisierte Anlage nun wieder zur Verfügung – und stärkt damit eine barrierefreie, komfortable Verbindung zwischen den südlichen Stadtteilen und der Kernstadt.
Bürgermeister Alexander Masthoff sagt dazu: ,,Nach Monaten spürbarer Einschränkungen ist das eine sehr gute Nachricht für viele Menschen in unserer Stadt“. Und er macht deutlich, wer zuletzt besonders betroffen war: ,,Gerade für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, für Familien mit Kinderwagen oder für ältere Bürgerinnen und Bürger war die Situation zuletzt schwierig. Gleiches gilt aber auch für Berufspendlerinnen und Berufspendler sowie für Schülerinnen und Schüler, die auf diesem Weg mit dem Fahrrad an ihr Ziel gelangen wollten. Umso mehr freue ich mich, dass wir jetzt sagen können: Die Heimstättenbrücke ist wieder barrierefrei zugänglich – und das auf einem zeitgemäßen und zukunftsfähigen Stand mit einem technisch vollständig neu errichteten Aufzug in moderner Ausführung.“
Komplett erneuert: Technik, Kabine und Antrieb
Der Aufzug an der Kantstraße nahe des Bahnhofs Seelze wurde im Inneren praktisch neu aufgebaut: Erneuert wurde die größtenteils rund 17 Jahre alte Technik. Der bisherige Aufzug war Anfang 2025 ausgefallen und ließ sich wegen altersbedingten Verschleißes sowie des nötigen Arbeitsumfangs kurzfristig nicht mehr instandsetzen.
,,Im Prinzip handelt es sich um einen weitgehenden Komplettaustausch – lediglich der bestehende Schacht blieb erhalten“, bestätigt Projektleiter Janik Kiewitz, Montagemeister Neuanlagen der von der Stadt Seelze beauftragten Firma Otis. Die Gesamtkosten liegen bei rund 94.000 Euro. Die etwa 12,33 Meter hohe Anlage bekam unter anderem eine neue Kabine, einen modernen Elektromotor und robuste Aufzugsgurte.
Warum es gedauert hat: Bauteile nach Maß
Stadtbaurat Dirk Perschel beschreibt den Spagat zwischen Tempo und Qualität: ,,Unser Ziel war ein möglichst zügiger und zugleich qualitativ hochwertiger Einbau der neuen Technik“. Gleichzeitig sei die Wartezeit bis zum Start und Abschluss der Arbeiten für viele Betroffene lang gewesen. Perschel erklärt: ,,Die speziellen Bauteile für diesen Aufzug mussten jedoch individuell geplant und gefertigt werden. Diese projektspezifische Herstellung bringt zwangsläufig Vorlaufzeiten mit sich, die sich nicht beliebig verkürzen lassen“.
Mehr Schutz bei Starkregen: Tauchpumpe für den Schacht
Zusätzlich zur neuen Aufzugstechnik floss Geld in die Betriebssicherheit. ,,Wir haben zusätzlich eine Tauchpumpe angeschafft, um etwa durch Starkregen bedingte Wasseransammlungen in der Schachtgrube zu vermeiden. Dadurch erhöht sich auch die Ausfallsicherheit und Lebensdauer des Aufzugs“, erklärt Dennis Yildiz, Leiter des Fachbereichs Mobilität & Umwelt.
Nächster Schritt: Rampe und neue Treppe im Bau
Parallel zum Start des Aufzugs laufen die Arbeiten an einer neuen, direkt benachbarten Fuß- und Radwegrampe weiter. Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 2025. Mitte März 2026 wurde die bisherige Treppe abgerissen, um Platz für die Rampe zu schaffen.
Für die Übergangszeit entstand auf der gegenüberliegenden Seite eine temporäre Bautreppe. Sie soll bis zur Fertigstellung der Rampe sowie einer neuen Treppe einen weiteren Zugang zur Heimstättenbrücke ermöglichen.
Stadtbaurat Dirk Perschel ordnet das Ziel ein: ,,Mit dem neuen Aufzug und der entstehenden Rampe schaffen wir eine dauerhaft barrierefreie Lösung“. Und er blickt nach vorn: ,,Sobald die Rampe fertiggestellt ist, können Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende und mobilitätseingeschränkte Menschen die Heimstättenbrücke auch unabhängig von der Aufzugstechnik erreichen.“ Voraussichtlich soll das im Herbst 2026 so weit sein.
„Unverzichtbare Verbindung“ – und langfristig robuster
Für Bürgermeister Alexander Masthoff sind Aufzug und Rampe mehr als ein technisches Detail: ,,Die Heimstättenbrücke ist für viele Menschen in Seelze eine unverzichtbare Verbindung. Mit dem neuen Aufzug sowie der Fuß- und Radwegrampe verbessern wir die Teilhabe, Mobilität und Lebensqualität nachhaltig.“ Ziel sei eine moderne, zukunftsfähige Infrastruktur. Masthoff sagt: ,,Die Heimstättenbrücke ist somit wieder offen für alle – und der Zugang langfristig deutlich robuster aufgestellt.“
Kernfakten zur Sanierung im Überblick:
- Standort: Kantstraße nahe des Bahnhofs Seelze, an der Heimstättenbrücke
- Ausfall des alten Aufzugs: Anfang 2025
- Umfang: weitgehender Komplettaustausch, Schacht blieb erhalten
- Kosten: rund 94.000 Euro
- Höhe der Anlage: rund 12,33 Meter
- Neue Ausstattung: Kabine, Elektromotor, robuste Aufzugsgurte












