
Seelze – Feuerwehr-Gerätehaus in Döteberg: Seelze unterzeichnet am Dienstag Vertrag, Ende August startet der Bau, Ende 2027 ist die Inbetriebnahme geplant.
Vertrag unterzeichnet: Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Döteberg startet
Der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Döteberg kann anlaufen: Seelzes Stadtbaurat Dirk Perschel hat am Dienstag den Vertrag für die schlüsselfertige Errichtung des neuen Konzeptfeuerwehrhauses unterzeichnet. Der erste Spatenstich ist für Ende August vorgesehen, die Inbetriebnahme für Ende 2027. Mit dem Vorhaben setzt die Stadt einen wichtigen Baustein ihres Feuerwehrkonzepts 2030 um.
Kurz gefasst
- Die Stadt Seelze hat den Vertrag für den Neubau des Gerätehauses in Döteberg unterzeichnet.
- Die Wust Stahlbau GmbH aus Bersenbrück realisiert das Projekt für 2,99 Millionen Euro.
- Das Konzeptfeuerwehrhaus in Döteberg soll künftig auch als Vorlage für weitere Feuerwehrstandorte dienen.
So soll das neue Feuerwehr-Gerätehaus in Döteberg aussehen
Gebaut werden soll auf einem stadteigenen Grundstück am östlichen Ortsrand, an der Abzweigung der Dorfstraße zur Straße Hinterm Kampe, ein eingeschossiges Gebäude mit zwei Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge. Ein dritter Stellplatz lässt sich später ohne grundlegende Änderungen ergänzen. Vorgesehen sind zudem Schulungs- und Verwaltungsräume, moderne Umkleiden, eine Schleuse sowie Werkstatt- und Lagerbereiche in der Fahrzeughalle.
Getrennte Zugänge sollen sicherstellen, dass die Einsatzkräfte im Alarmfall auf direktem Weg zu den Fahrzeugen gelangen. Die Stadt hat das Gebäude bewusst als Konzeptfeuerwehrhaus geplant, damit es sich mit überschaubaren Anpassungen auch auf andere Grundstücke und Anforderungen übertragen lässt.
Warum der Neubau für Seelze eine größere Bedeutung hat
Die Ortsfeuerwehr Döteberg mit derzeit 38 aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern bildet den durchschnittlichen Bedarf einer Grundausstattungsfeuerwehr im Stadtgebiet ab. Genau deshalb gilt der Neubau als Modell für weitere Feuerwehrhäuser in Seelze. Das Rathaus verfolgt mit dem beschlossenen Gesamtkonzept das Ziel, bis 2030 alle elf Ortsfeuerwehren schrittweise mit Neubauten oder umfassend modernisierten Gerätehäusern auszustatten.
Auch wirtschaftlich bewertet die Stadt das Projekt positiv. Die vereinbarte Gesamtsumme liegt bei 2,99 Millionen Euro und damit unter dem ursprünglich kalkulierten Schätzwert von rund 3,2 Millionen Euro.
Planung im Rathaus vorbereitet, Bau an Generalunternehmen vergeben
Für den Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Döteberg hat die Stadt Seelze die Wust Stahlbau GmbH aus Bersenbrück als Generalunternehmen beauftragt. Die Planungsleistungen wurden vollständig im Rathaus erbracht. Den Bauantrag, die funktionale Leistungsbeschreibung sowie das Farb- und Materialkonzept hat die städtische Abteilung Hochbau und Bauunterhalt ausgearbeitet.
Parallel zum Genehmigungsverfahren lief ein Vergabeverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb. Nach Prüfung der Angebote erhielt Wust Stahlbau den Zuschlag. Matthias Stanke von der städtischen Abteilung Hochbau und Bauunterhalt sagte: „Mit dem Generalunternehmer haben wir einen Partner gefunden, der das Gebäude einschließlich der Außenanlagen zu einem festen Preis realisieren wird. Wir planen eine schlüsselfertige Übergabe an die Stadt- und Ortsfeuerwehr.“
Nachhaltige Technik für eine lange Nutzungsdauer
Auch beim Energiekonzept setzt der Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Döteberg auf moderne und nachhaltige Technik. Vorgesehen sind eine Photovoltaikanlage, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung und eine zentrale Gebäudeautomation. Das Gebäude ist auf eine Nutzungsdauer von mehr als 50 Jahren ausgelegt.
Nach dem ersten Spatenstich Ende August sollen die Erdarbeiten beginnen. Die Fertigstellung und die Inbetriebnahme des neuen Feuerwehr-Gerätehauses sind für Ende 2027 geplant.
Konzept aus Döteberg dient bereits als Vorbild für Gümmer
Das in Döteberg entwickelte Konzeptfeuerwehrhaus dient bereits als Grundlage für den geplanten Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses in Gümmer. Dort wird das Grundkonzept an die örtlichen Anforderungen und an das Grundstück angepasst. Auf diese Weise will die Stadt bewährte Lösungen übernehmen und Planungs- sowie Bauprozesse künftig effizienter gestalten.
Stimmen zur Vertragsunterzeichnung
Stadtbaurat Dirk Perschel sprach von einem wichtigen Schritt für die Modernisierung der Brandschutzinfrastruktur. Er sagte: „Die Vertragsunterzeichnung ist ein Meilenstein für die Modernisierung unserer Brandschutzinfrastruktur. Dieser Neubau ist das erste Projekt einer neuen Generation von Feuerwehr-Gerätehäusern, deren Grundkonzept wir künftig auch auf andere Feuerwehrstandorte übertragen wollen.“
Perschel betonte zudem die Zusammenarbeit mit dem Stadtfeuerwehrkommando und der Ortsfeuerwehr. „Wir haben uns mit dem Stadtfeuerwehrkommando und der Ortsfeuerwehr intensiv über die Anforderungen an das neue Feuerwehrhaus ausgetauscht. Die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit hat die Planung wesentlich bereichert und dazu beigetragen, die Bedarfe der Einsatzkräfte bestmöglich in das Gebäude zu integrieren.“
Wie sehen Sie den Neubau in Döteberg?
Was bedeutet das neue Feuerwehr-Gerätehaus aus Ihrer Sicht für den Brandschutz in Seelze und Döteberg?














