
Seelze – Die Stadt Seelze erhält am 01.07.2026 Förderung für Umbau in Almhorst: Aus der alten Grundschule soll ein Dorfgemeinschaftshaus werden.
Was bedeutet die Förderung für Almhorst?
Für die ehemalige Grundschule in Almhorst gibt es eine neue Perspektive. Die Stadt Seelze hat vom Land Niedersachsen einen Förderbescheid über bis zu 124.469 Euro erhalten. Die Mittel sind für 2027 vorgesehen und decken 80 Prozent der veranschlagten Gesamtkosten von rund 155.600 Euro. Das Gebäude soll künftig als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden.
„Das ist eine sehr erfreuliche Nachricht für Almhorst und die gesamte Stadt Seelze“, sagt Bürgermeister Alexander Masthoff. „Mit der Förderung des Landes können wir diesen wichtigen Ort erhalten und ihm eine neue Zukunft als Dorfgemeinschaftshaus geben. Damit schaffen wir einen zentralen Treffpunkt für Vereine und Initiativen, die Ortsfeuerwehr und die Dorfgemeinschaft insgesamt.“
Schulbetrieb endete 2025
Die ehemalige Grundschule Almhorst prägte den Ort über Generationen als Lern- und Treffpunkt. Seit 2008 wurde sie als Außenstelle der Astrid-Lindgren-Schule in Lohnde geführt. Mit der Eröffnung der neuen Grundschule Mühlenfeld in Harenberg endete der Schulbetrieb in Almhorst im Sommer 2025.
„Mit der Schließung der Schule ist ein bedeutendes Kapitel der Dorfgeschichte zu Ende gegangen“, sagt Silvia Voltmer, Dezernentin für Bildung und Soziales der Stadt Seelze. „Gleichzeitig eröffnet sich nun die Chance, das Gebäude als Ort der Begegnung zu erhalten.“
Was soll nun umgebaut werden?
Die Förderung erfolgt über die Richtlinie zur integrierten ländlichen Entwicklung und wird gemeinsam von der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen finanziert. In den kommenden Monaten will die Stadt die Planungen konkretisieren und einen Zeitplan erarbeiten.
Vorgesehen sind Sanierungen und Modernisierungen im gesamten Gebäude. Geplant sind Maler- und Maurerarbeiten, Elektroarbeiten sowie die Erneuerung der Heizungs- und Sanitäranlagen. Außerdem sollen Bodenbeläge erneuert sowie mehrere Türen und Fenster ausgetauscht werden.
Im früheren Lehrerzimmer ist eine moderne Küchenzeile vorgesehen. Zudem soll die Trennwand zwischen den beiden bisherigen Klassenräumen nach statischer Prüfung so weit wie möglich entfernt werden. Geplant ist dadurch ein großer Versammlungsraum, der sich mit einer mobilen Trennwand flexibel nutzen lässt. Ergänzt werden sollen eine Leinwand, eine Durchreiche zwischen Küche und Versammlungsraum sowie außen ein Vordach, ein Carport und eine Terrasse.
Spätere Nutzung
Nach Angaben der Stadt orientieren sich die Umbauten an den Bedürfnissen der künftigen Nutzer. „Wir schaffen moderne, funktionale und flexible Räume, die den unterschiedlichen Anforderungen von Vereinen, Gruppen, der Ortsfeuerwehr und der Dorfgemeinschaft insgesamt gerecht werden. Gleichzeitig bewahren wir den Charakter des Gebäudes“, erläutert Michael Pietsch, Leiter des Fachbereichs Bildung & Freizeit.
Vorgesehen ist, dass der Verein Dorfgemeinschaft Almhorst das Gebäude später betreibt und gemeinsam mit weiteren Akteuren aus dem Ort nutzt. Die Stadt will nun die nächsten Schritte vorbereiten, damit in Almhorst ein zentraler Treffpunkt für das Dorfleben entstehen kann.












