Start Aktuelles Großbrand in Seelze: Restpostenmarkt an der Brüggefeldstraße brennt vollständig aus

Großbrand in Seelze: Restpostenmarkt an der Brüggefeldstraße brennt vollständig aus

Großbrand im Restpostenmarkt in Seelze: Ein Kunde wurde leicht verletzt, der Markt brannte aus. Die Garbsener Landstraße blieb gesperrt
Großbrand im Restpostenmarkt: Feuerwehr in Seelze ermittelt. Foto: Feuerwehr Seelze

Seelze – Großbrand im Restpostenmarkt in Seelze: Ein Kunde wurde leicht verletzt, der Markt brannte aus. Die Garbsener Landstraße blieb gesperrt.

Großbrand im Restpostenmarkt in Seelze

In Seelze ist am Samstag gegen 16:18 Uhr ein Restpostenmarkt in der Straße Brüggefeld in Brand geraten. Zunächst wurde die Ortsfeuerwehr Seelze alarmiert, weil gemeldet worden war, dass ein E-Bike brennen sollte. Vor Ort zeigte sich jedoch schnell, dass die Lage deutlich ernster war: Das Gebäude stand bereits in Vollbrand.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Feuer brach am Samstag gegen 16:18 Uhr in einem Restpostenmarkt in Seelze aus.
  • Ein Kunde wurde leicht verletzt und vom Rettungsdienst behandelt.
  • Neun Ortsfeuerwehren mit 141 Kräften sowie das THW waren im Einsatz.

Feuer erfasst den gesamten Markt

Weil sich die Einsatzlage innerhalb kurzer Zeit zuspitzte, wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Feuerwehren nach Seelze beordert. Zusätzlich rückte die Drehleiter aus Garbsen als zweite Drehleiter an. Obwohl der Markt zu diesem Zeitpunkt noch geöffnet war, konnten die Angestellten alle Kunden sowie sich selbst rechtzeitig ins Freie bringen.

Nach ersten Erkenntnissen war nicht ein E-Bike Auslöser des Feuers. Stattdessen soll ein Kunde mit einem Elektromobil in den Markt gefahren sein, aus dessen Motor Funken austraten. Mitarbeiter führten den Mann aus dem Gebäude. Er erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst versorgt.

Löscharbeiten nur noch von außen

Aufgrund der hohen Brandlast im Gebäude breitete sich das Feuer weiter aus. Trotz eines umfangreichen Löschangriffs stürzte der hintere Teil des Marktes ein. Die Feuerwehr konnte den Brand deshalb nur noch von außen bekämpfen und setzte dafür mehrere Strahlrohre sowie die Werfer beider Drehleitern ein.

Die Rauchsäule war nach Angaben der Einsatzkräfte bis zum Deister und bis zum Steinhuder Meer sichtbar. Für die noch stehenden Gebäudeteile bestand Einsturzgefahr, sodass ein Betreten des Marktes nicht mehr möglich war.

THW unterstützt bei Abriss und Ausleuchtung

Zur Beurteilung der Stabilität des Gebäudes wurde ein Baufachberater des THW hinzugezogen. Zudem kamen Fachgruppen des THW aus Ronnenberg, Wunstorf und Elze mit Teleskopladern, Radlader und Beleuchtungsgerät zur Einsatzstelle. Nach dem Eintreffen der Maschinen begann der Abriss des bereits eingestürzten hinteren Hallenteils, damit die verbliebenen Glutnester gezielt abgelöscht werden konnten.

Weil die Arbeiten nur unter Atemschutz möglich waren, wurden im weiteren Einsatzverlauf zusätzliche Ortsfeuerwehren zum Personalwechsel nachalarmiert. Insgesamt waren neun Ortsfeuerwehren der Stadt Seelze mit 141 Einsatzkräften beteiligt. Da sich die Nachlöscharbeiten bis tief in die Nacht hinziehen sollten, baute das THW eine umfangreiche Beleuchtung an der Einsatzstelle auf.

Sperrung, Versorgung und Ermittlungen

Die Gas- und Stromversorgung des Gebäudes wurde durch die zuständigen Netzbetreiber abgeschaltet. Während des gesamten Einsatzes sperrte die Polizei die Garbsener Landstraße zwischen Seelze und Garbsen vollständig. Noch während der Löscharbeiten erschien die Kriminalpolizei am Brandort und nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der entstandene Schaden auf rund eine Million Euro.

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SCN/rw – Großbrand im Restpostenmarkt