
Seelze – Ortsentwicklungskonzept für Dedensen: So sollen Ortskern, Dorfladen, Treffpunkte und Infrastruktur modernisiert und Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Abschlussabend in Dedensen: Viele Ideen, klare Ziele
Bei einem gut besuchten Abschlussabend hat die Stadt Seelze die Ergebnisse des Ortsentwicklungskonzepts, kurz OEK, für Dedensen vorgestellt. Im Mittelpunkt der erarbeiteten Ziele stehen die Stärkung des Ortskerns, neue Impulse für das Gemeinschaftsleben sowie konkrete Vorhaben zur Verbesserung der Infrastruktur, von Treffpunkten und der Nahversorgung.
,,Dieser Beteiligungsprozess hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß das Engagement und die Identifikation der Dedenser mit ihrem Ortsteil sind“, betont Bürgermeister Alexander Masthoff. ,,Besonders wichtig ist, dass daraus ganz konkrete Vorhaben entstanden sind – vom Dorfladen über attraktive Treffpunkte bis hin zur Erneuerung zentraler Bereiche.“ Die gemeinsam entwickelten Ziele und Vorhaben bildeten eine tragfähige Grundlage für die weitere Entwicklung. ,,Viele Ideen sind so konkret, dass wir jetzt gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft in die Umsetzung gehen können.“
So entstand das Konzept: Beteiligung in mehreren Etappen
In den vergangenen Monaten hatten sich zahlreiche Bürger in verschiedenen Formaten eingebracht, von der Auftaktveranstaltung über die Planungswerkstatt bis hin zur Abschlusspräsentation. Gemeinsam mit den Fachkräften der Stadtverwaltung und dem beauftragten Planungsbüro Planinvent wurden zentrale Handlungsfelder herausgearbeitet, darunter Mobilität, Ortsbild, Dorfgemeinschaft, Versorgung sowie Natur und Klima. Ein besonderer Fokus lag auf der Stärkung des Ortskerns als identitätsstiftendem Mittelpunkt des Dorflebens und auf der behutsamen Weiterentwicklung bestehender Strukturen.
Erste Projekte mit Tempo: Mitfahrbank, Tafeln, Jugendtreffpunkte
Einige Vorhaben sollen bereits kurzfristig sichtbar werden. Geplant sind unter anderem die Installation einer Mitfahrbank als ergänzendes Mobilitätsangebot, neue Willkommens Tafeln an den Ortseingängen sowie weitere Beteiligungsverfahren zur Entwicklung von Treffpunkten für Jugendliche.
,,Die große Bandbreite an Ideen konnten wir gemeinsam so strukturieren, dass daraus konkrete und kurz-, mittel- und langfristig umsetzbare Vorhaben entstanden sind“, erklärt Stadtbaurat Dirk Perschel. ,,Gerade die Mischung aus schnell realisierbaren Projekten und strategisch wichtigen Entwicklungen macht die Qualität des Konzepts aus.“ Entscheidend sei, dass viele Ansätze eng mit den Bedarfen vor Ort verknüpft seien.
Dorfmitte als Schlüssel: Altes Dorf, Schule, Turnhalle, Freizeit
Im Zentrum der Planungen steht die Aufwertung des Ortskerns. Als Entwicklungsschwerpunkte gelten unter anderem die Erneuerung der Straße ,,Altes Dorf“ als wichtiger Bereich im Ortskern sowie die stärkere Nutzung vorhandener oder entstehender Infrastruktur. Dazu zählt etwa die Möglichkeit einer Mitnutzung des geplanten Schulerweiterungsbaus für die Dorfgemeinschaft.
Perspektivisch sind außerdem die Modernisierung der Sanitäts- und Waschräume der Turnhalle sowie zusätzliche Freizeitangebote wie ein Fitnessparcours oder neue Sport und Bewegungsmöglichkeiten vorgesehen.
,,Viele Vorhaben zielen ganz bewusst auf die Stärkung des Miteinanders“, unterstreicht Alexander Masthoff. ,,Der Dorfladen, der möglichst in den Räumen der ehemaligen Volksbank entstehen soll, ein neues Vereinsheim für den SV Dedensen oder attraktivere Treffpunkte sollen neue Orte der Begegnung schaffen.“ Gleichzeitig gehe es darum, den dörflichen Charakter Dedensens zu bewahren und behutsam weiterzuentwickeln.
Langfristige Perspektiven: Platz am Kanal, Rastpunkte am Biotop
Das Konzept blickt auch weiter nach vorn. Vorgesehen ist unter anderem ein zentraler öffentlicher Platz als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft. Ergänzend dazu sollen die Aufenthaltsqualität am Mittellandkanal steigen und Flächen, etwa am Biotop, als attraktive Rastpunkte für Radfahrer weiterentwickelt werden.
,,Diese Beispiele zeigen sehr deutlich, wie vielfältig die Ansätze sind – von baulichen Entwicklungen bis hin zu sozialen Angeboten“, erläutert Dirk Perschel. ,,Entscheidend ist, dass die Projekte nicht isoliert gedacht werden, sondern gemeinsam zur Stärkung des Ortskerns und der Dorfgemeinschaft beitragen.“
Wie es weitergeht: Politik, Förderung, Umsetzung in Etappen
Die Stadt Seelze will die Ergebnisse des Ortsentwicklungskonzepts nun weiter aufbereiten und in die politischen Gremien einbringen. Parallel sollen erste Vorhaben konkretisiert und mögliche Förderoptionen geprüft werden.
,,Das Ortsentwicklungskonzept ist für uns der Startpunkt für einen langfristigen Prozess“, betont Alexander Masthoff. ,,Jetzt gilt es, die vielen guten Ideen Schritt für Schritt gemeinsam mit den Menschen vor Ort umzusetzen.“












